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Steuern

Was ist Progressionsvorbehalt?

Achtung bei Kurzarbeit, Elterngeld oder Arbeitslosengeld: Diese Leistungen sind zwar steuerfrei, aber sie erhoehen deinen Steuersatz. Das kann zu unerwarteten Nachzahlungen von mehreren hundert Euro fuehren.

Der Progressionsvorbehalt ist eine boese Ueberraschung, die viele erst mit der Steuererklaerung erleben. Obwohl Leistungen wie Kurzarbeitergeld, Elterngeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld steuerfrei sind, erhoehen sie den Steuersatz fuer dein uebiges Einkommen. Das kann zu Nachzahlungen von mehreren hundert bis tausend Euro fuehren.

Ein Beispiel: Du verdienst 30.000 Euro jaehrlich und erhaeltst 10.000 Euro Elterngeld. Das Elterngeld ist steuerfrei, aber der Steuersatz wird so berechnet, als haettest du 40.000 Euro verdient. Dieser hoehere Steuersatz wird dann auf deine 30.000 Euro angewendet. Ergebnis: Du zahlst auf dein Gehalt etwa 800-1.000 Euro mehr Steuern als ohne Elterngeld.

Praktischer Tipp: Wenn du Lohnersatzleistungen beziehst oder bezogen hast, solltest du Geld fuer moegliche Steuernachzahlungen zuruecklegen. Als Faustregel: Leg etwa 10-15% der erhaltenen Lohnersatzleistung zurueck. Bei 10.000 Euro Kurzarbeitergeld waeren das 1.000-1.500 Euro Reserve fuer die Steuererklaerung.

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Stichwörter: progressionsvorbehalt, kurzarbeitergeld, arbeitslosengeld, elterngeld, steuerfreie einkuenfte, steuersatz